Der asiatische Markt ist in der europäischen Luxusbranche in der letzten Jahren immer wichtiger geworden. Während in Europa bei so manch einem das Geld nicht mehr ganz so locker sitzt, investieren die Asiaten von Jahr zu Jahr mehr in Luxusgegenstände. Traditionsmarken aus Europa liegen bei ihnen voll im Trend. So freuen sich dank diesem Boom etliche europäische Unternehmen über einen Gewinnszuwachs.
So spricht zum Beispiel VW von 2011 von einem Rekordjahr für den Luxuswagen VW Phaeton. Die gläserne Manufaktur in Dresden habe 2011 im Vergleich zum Vorjahr 50 Prozent mehr Modelle produziert. Im vergangenen Jahr rollten so über 11.000 Luxusmodelle vom Band.
Dabei sei Asien mit Abstand der wichtigste Markt. Ganze 70 Prozent aller VW Phaeton würde man nach Fernost verkaufen! Dahinter kommt zwar Deutschland, doch eben weit abgeschlagen. Besonders in China seien die Luxuswagen beliebt. Jedoch scheinen sich auch hierzulande einige mehr für das Auto zu interessieren, selbst wenn sie sich ihn nicht leisten können. Die gläserne Manufaktur freut sich über einen Besucherzuwachs von gut einem Drittel im Vergleich zu 2010.
Alleine schon beim Namen Bugatti Veyron läuft den meisten Luxus- und Autonarren das Wasser im Mund zusammen. Technisch ist das Auto der Superlative kaum noch zu verbessern und so kann man sich ab und an über ein neues exklusives Design freuen.
So hat sich auch das französische Modehaus Hermès zusammen mit den Design- und Detail-Experten von Bugatti vor einiger Zeit am Look des Bugatti Veyron versucht. Heraus kam fast schon ein Outfit, das den Wagen noch nobler wirken lässt.
Die Kunsthandwerker des Traditionshauese haben natürlich auch eigene Stilelementen untergebracht. So findet man auf den Radkappen, am Lenkrad und an den Sitzen das H von Hermès. So gut wie alle Oberflächen im Innenraum wurden einer Neugestaltung unterzogen. Dort wo man sonst beim Bugatti Veyron die Mittelkonsole aus Aluminium gefertigt sieht, entdeckt man bei diesem Modell edles Kalbsleder.
Zwischen den Sitzen und im vorderen Kofferraum können sich Fashion Victims über exklusive Ledertaschen freuen, die extra für Bugatti von Hermès entworfen und angefertigt wurden. Luxus pur!
Spätestens seit der Finanzkrise und den weiteren wirtschaftlichen Entwicklungen pochen auch immer mehr Autobauer auf sogenannte umweltschonende Fahrzeuge. So erfahren wir in unzähligen Werbespots wie sich die Unternehmen nun auf ihre grüne Seite besinnen. Elektroauto, Hybridantrieb und Co. sind scheinbar die Themen überhaupt, doch offenbar nicht wenn es nach den Autobauern geht.
So berichten Fachleute, dass in diesem Jahr die deutschen Autobauer vor allem auf einen Ausbau des Luxussegments setzen. Im Ausland werden Marken wie BMW, Audi, Mercedes-Benz und natürlich Porsche schon länger mit dem Premiumsegment gleichgesetzt. So boomt das Geschäft mit Luxusfahrzeugen.
Wurde im Krisenjahr 2009 der Fokus auf kleine spritsparende Stadtflitzer gelegt, so scheinen viele Unternehmen auf der Automesse IAA 2011, die vom 15. bis zum 25. September in Frankfurt am Main stattfindet, neben den Öko-Fahrzeugen vor allem ihre neuen Luxuswagen präsentieren zu wollen. Luxus hat aktuell eindeutig die Oberhand gewonnen.
Vor einiger Zeit hatten wir an dieser Stelle bereits darüber berichtet, dass der Auktionator RM Auctions den legendären Porsche 911 S aus dem Film „Le Mans“ versteigern wird. Nach den Dreharbeiten kaufte Steve McQueen den Wagen. Nun wechselte er für eine Rekordsumme den Besitzer.
Ganze 1,375 Millionen US-Dollar war ein Bieter bereit für den Wagen aus dem Jahr 1970 zu zahlen. Es ist wohl die teuerste Summe, die je für einen Porsche 911 gezahlt wurde! Das Auto ist am Anfang des Films „Le Mans“ zu sehen. Steve McQueen fährt in ihm über eine Landstraße um am legendären 24-Stunden-Rennen teilzunehmen.
Der Autonarr McQueen kaufte den Wagen nach den Dreharbeiten um ihn seiner legendären Klassiker-Sammlung hinzuzufügen. Jedoch stellte er fest, dass er schon ein ähnliches Modell besaß und so wurde das Auto schnell wieder verkauft. Nichtsdestotrotz behielt es den legendären Charakter. Experten schätzen, dass der Porsche ohne seine Geschichte nur halb so viel Wert sei.
Steve McQueen zahlte für den Wagen damals übrigens rund 30.000 D-Mark. Dabei statteten die Stuttgarter Autobauer ihn mit allem aus, was damals an Luxus möglich war: Ledersitze, eine Klimaanlage und ein Blaupunkt-Radio Frankfurt.
Die meisten werden Vincent Cassel aus Filmen wie „Tödliche Versprechen“ oder „Black Swan“ kennen, doch Werbung ist der Mann von Monica Bellucci nicht abgeneigt. Cassel gilt als das Enfant Terrible von Hollywood und setzt auf diese Originalität auch in dem neuen Spot für den Lancia Ypsilon.
Darin fordert er, dass Luxus kein Privileg sein sollte. In 30 Sekunden sinniert er darüber, dass Diamanten, Juwelen und Erfolg nur Schein sind und der wahre Luxus die einfachsten Dinge im Leben sind.
Die Kampagne läuft im deutschen Fernsehen, umfasst aber auch Anzeigen, Plakate und Radiospots. Zudem gibt es die Website luxuryisaright.com, wo man seine persönliche Definition von Luxus in Form eines Videos hinterlassen kann. Eine Jury wird das beste auswählen. Dem Gewinner winkt ein Lancia Ypsilon. Na, dann sind wir doch auch mal auf die unterschiedlichen Definitionen von Luxus gespannt!